Anthropometrie
Anthropo = Mensch, metrien = vermessen; Anthropometrie ist die Lehre von den Maßen und Maßverhältnissen am menschlichen Körper. Durch die Erhebung körperlicher
Parameter wie Größe, Gewicht, Körperfettanteil und diversen Umfängen lassen sich Rückschlüsse auf das Risiko von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen ziehen
und so die Sinnhaftigkeit bzw. Notwendigkeit bestimmter Trainingsmaßnahmen abschätzen. Zudem ist die Anthropometrie ein wichtiges Kontrollinstrument bei der Betreuung
übergewichtiger Personen.
Aufwärmen
Am Beginn jeder Trainingseinheit sollte das allgemeine Aufwärmen stehen. Es dient dem Erwärmen des Körpers, was einerseits dazu führt, dass sich sämtliche Organsysteme
auf die nachfolgende Belastung einstellen, andererseits hat dieses Einarbeiten unverzichtbare verletzungsprophylaktische Wirkungen:
Beweglichkeit
Eine gute Beweglichkeit hat nicht nur im Sport immense Bedeutung, wo sie unter anderem eine optimale Umsetzung der Technik garantiert sowie der Vorbeugung von
Verletzungen dient. Beweglichkeitstraining ist auch für "Otto-Normal-Verbraucher" sinnvoll, denn Bewegungsmangel oder einseitige körperliche Belastung wie das ständige
Sitzen in unserer heutigen Gesellschaft führen dazu, dass sich bestimmte Muskelgruppen verkrampfen. Dies hat wiederum Verspannungen, Fehlhaltungen und in letzter
Konsequenz oft Schmerzen zur Folge.
Body-Mass-Index (BMI)
Der Body-Mass-Index setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße und dient zur Abschätzung des Normalgewichts. Man erhält somit den BMI, wenn man sein
Körpergewicht (in kg) durch die Körpergröße (in m) zum Quadrat dividiert.
Zur Klassifizierung des BMI:
| Klassifizierung | Frauen | Männer |
|---|---|---|
| Normalgewicht | 19 - 24 | 20 - 25 |
| Übergewicht | 24 - 30 | 25 - 30 |
| Adipositas | > 30 | > 30 |
Der BMI korreliert eng mit dem Körperfettgehalt und ist deshalb ein gutes Maß für die Klassifikation des Übergewichts. Für Kinder und Jugendliche erfolgt die Bewertung anhand alters- und geschlechtsspezifischer Perzentilkurven.
Dinner Cancelling
Als Dinner Cancelling bezeichnet man eine Ernährungsweise, bei der bewusst auf das Abendessen verzichtet wird. Der primäre Hintergedanke liegt nicht darin Abzunehmen,
sondern seinen Alterungsprozess zu verlangsamen.
Es wird empfohlen zwischen der letzten Nachmittagsmahlzeit des Tages und der Mahlzeit des nächsten Morgens 14 Stunden Abstand zu lassen. In diesen nahrungsfreien 14
Stunden ist eine kalorienfreie Flüssigkeitszufuhr (Wasser, Kräutertees) erlaubt.
Dies soll die nächtliche Regeneration des Körpers fördern, da keine Energie für die Verdauung aufgewendet werden muss.
Bei jahrelanger und regelmäßiger Anwendung von maximal zweimal pro Woche wirkt Dinner Cancelling wie ein „Anti- Aging“- Mittel.
Die These: Ist der Körper nachts nicht mit der Verdauung beschäftigt, dann kann es nicht zu Radikalfreisetzung kommen. Zudem ist die Körpertemperatur herabgesenkt, was
die Erholung fördert.
Weiters werden durch die nächtliche Unterzuckerung zum Einen das Wachstumshormon Somatropin, und zum anderen das Schlaf fördernde Hormon Melatonin gebildet. Die vermehrte Ausschüttung dieser Hormone sorgt für eine bessere Regeneration der Körperzellen.
Meist kommt es im Zuge der ersten Dinner Cancelling Versuche zu Heißhungerattacken oder unkontrollierter Nahrungsaufnahme, da man sich nicht so schnell an einen Verzicht des Abendessens gewöhnen kann oder will. Für viele bedeutet das tägliche Abendessen nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern beinhaltet auch den sozialen Aspekt (z.B. gemeinsamer Familientisch).
Um nachts zu seiner Regeneration zu kommen bzw. seine Körperzellen über Nacht zu verjüngen, ist die Dinner Cancelling Methode nicht die einzige „Anti- Aging“- Methode. Andere Faktoren wie Lebensstil, Stressmanagement und Ernährung spielen sicher eine wichtigere Rolle.
Erstanamnese
Im Erstanamnesegespräch versuchen wir sämtliche notwendigen Informationen zu erheben, um das nachfolgende Training möglichst sicher, effektiv und zielgerichtet
gestalten zu können. Dazu gehöhrt einerseits alles an Verletzungen und Erkrankungen, die beim Training berücksichtigt werden müssen, andererseits wird eine umfassende
Lebensstilanalyse (Arbeit, Bewegung, Ernährung, Schlaf, u.v.m.) erhoben. Weiters werden die organisatorischen Rahmenbeidngungen abgeklärt (z.B. ein- oder mehrmaliges
Training pro Woche, sportliche Vorlieben, bereits vorhandene Trainingsmaterialien, ...) und die vorgenommenen Ziele auf Machbarkeit überprüft und möglichst genau
definiert, um deren Erreichung im Nachhinein auch überprüfen zu könnnen.
Ernährung im Sport
Das erfreuliche gleich vorne weg: Gesundheits- und Fitnesssportler brauchen keine besondere Diät einzuhalten. Eine ausgeglichene, abwechslungsreiche Kost nach den
allgemeinen Empfehlungen (d.h. 55 % der Kalorien soll in Form von Kohlenhydrate (KH) aufgenommen werden, 30 % mit Fett und 15 % mit Eiweiß) ist ausreichend.
Zu beachten gilt es lediglich, dass Kohlenhydrate der wichtigste Energielieferant für den menschlichen Körper sind. Dementsprechend vertragen sich KH-arme Diäten
keinesfalls mit Training, denn bei KH-Mangel bastelt sich der Körper die für die Energiebereitstellung fehlenden KH selbst - indem er Muskeleiweiß abbaut (sog.
Gluconeogenese). Dies führt natürlich über kurz oder lang zur Abnahme der Muskelmasse und damit des Grundumsatzes!
Worauf jedoch auch im Gesundheits- und Fitnesssport aufpassen sollte ist ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt. D.h. täglich mindestens 2-2,5 Liter trinken,
bevorzugter weise Mineralwasser oder Tee. An Tagen mit Training sollte entsprechend mehr getrunken werden. Hier bieten sich Fruchtsäfte mit Wasser im Mischverhältnis
1:2 bis 1:3 an.